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"Als sich im Anschluss an Marx das Gerücht zu verbreiten begann, die Freiheit sei eine bürgerliche Schaukel, war in dieser Formulierung nur ein Wort falsch gestellt, aber diese falsche Wortstellung müssen wir noch heute in den Umwälzungen des Jahrhunderts teuer bezahlen. Denn es hätte einfach heißen müssen, die bürgerliche Freiheit sei eine Schaukel, nicht aber jede Freiheit. Man hätte im Gegenteil sagen müssen, die bürgerliche Freiheit sei keine Freiheit oder bestenfalls noch keine Freiheit, aber es gebe Freiheit zu erobern und auf immer zu bewahren.

Es stimmt allerdings, dass es für einen Mann, den der den ganzen Tag an die Drehbank gefesselt ist und sich abends mit seiner Familie in einen einzigen Raum zusammengepfercht sieht, keine mögliche Freiheit gibt. Aber das bricht den Stab über eine Klasse, einer Gesellschaft und der Knechtschaft, auf der sie gründet, nicht über die Freiheit selbst, der auch der Ärmste unter uns nicht entraten kann.

Denn selbst wenn die Gesellschaft sich mit einem Schlag verwandeln und jedermann anständige, behagliche Lebensbedingungen bieten sollte, aber der Freiheit ermangelte, wäre sie immer noch eine Barbarei. Und wenn die bürgerliche Gesellschaft von der Freiheit redet, ohne sie in die Tat umzusetzen, heißt das dann, dass auch die Arbeitergesellschaft darauf verzichten soll, sie zu üben, um sich lediglich zu rühmen, sie nicht im Munde zu führen."

Albert Camus, Brot und Freiheit, 10. Mai 1953




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